Die Deutsche Gesellschaft für Essstörungen (DGESS e.V.) feiert 2026 ihr zwanzigjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass schreibt die DGESS einen Jubiläumspreis für Wissenschaftskommunikation aus.
Ziel des Preises
Mit dem DGESS Jubiläumspreis für Wissenschaftskommunikation zeichnet die DGESS einen herausragenden Beitrag aus, der wissenschaftliche Erkenntnisse zu Essstörungen verständlich, sensibel und verantwortungsvoll an Betroffene, Angehörige, Fachpersonen oder die breite Öffentlichkeit vermittelt. Der Preis würdigt innovative Formate, die den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft stärken und zur Aufklärung über Essstörungen beitragen.
Gegenstand der Auszeichnung
Ausgezeichnet werden soll ein bereits realisiertes Format der Wissenschaftskommunikation im Bereich Essstörungen, das wissenschaftlich fundierte Inhalte verständlich vermittelt und zur Aufklärung über Essstörungen beiträgt. Hierzu können beispielsweise Beiträge zählen, die die Entstigmatisierung von Essstörungen fördern oder Impulse für Früherkennung, Prävention oder Versorgung geben.
Ausgezeichnet werden können beispielsweise:
- Medienbeiträge (Print, Online, Audio, Video)
- Podcasts, Social-Media-Formate oder Blogs
- Informationskampagnen
- Bildungs-, Schulungs- oder Unterrichtsmaterialien
- Ausstellungen, Veranstaltungen oder kreative Vermittlungsformate
Der Beitrag muss zwischen dem 01.01.2025 und dem 31.12.2026 veröffentlicht oder durchgeführt worden sein.
Rechtsgrundlage
Die Preisvergabe erfolgt im Rahmen der satzungsgemäßen Zwecke der DGESS, insbesondere zur Förderung von Wissenschaft und Forschung in ihrer Anwendung zur Prävention, Früherkennung, Diagnostik und Therapie von Essstörungen. Ein Rechtsanspruch auf die Preisvergabe besteht nicht.
Bewerbungsberechtigung
Bewerbungsberechtigt sind Einzelpersonen oder Teams, die ein wissenschaftlich fundiertes Kommunikationsformat zum Thema Essstörungen realisiert haben. Bewerben können sich beispielsweise Personen aus Wissenschaft, Gesundheitsversorgung, Journalismus und Medien, Bildung, Selbsthilfe, Kultur oder zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie interdisziplinäre Kooperationen.
Kooperationen zwischen unterschiedlichen Fachbereichen und Praxisfeldern sind ausdrücklich erwünscht.
Es sind sowohl Eigenbewerbungen als auch Vorschläge durch Dritte möglich.
Voraussetzungen
Der eingereichte Beitrag muss:
- einen klaren Bezug zu Essstörungen haben
- auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen basieren
- zielgruppengerecht, verständlich und ethisch sensibel aufbereitet sein
- ohne stigmatisierende, verharmlosende oder potenziell schädliche Darstellungen auskommen
Als wissenschaftlich fundiert gelten Beiträge insbesondere dann, wenn sie sich nachvollziehbar auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, Leitlinien, evidenzbasierte Konzepte oder die Zusammenarbeit mit fachlich qualifizierten Personen stützen.
Auswahlkriterien
Die Jury bewertet insbesondere:
- fachliche Fundierung
- Verständlichkeit und Zielgruppenorientierung
- reflektierten und respektvollen Umgang mit Betroffenenperspektiven
- Reichweite oder Multiplikatorwirkung
- Innovationsgrad und Kreativität
Auswahlverfahren
Die Auswahl erfolgt durch den Vorstand der DGESS. Die Juryentscheidung ist nicht anfechtbar. Der Preis kann geteilt oder nicht vergeben werden, wenn keine geeigneten Bewerbungen eingehen.
Dotierung
Der Preis ist mit 1.000 € dotiert. Das Preisgeld wird als Anerkennung für eine bereits erbrachte Leistung vergeben. Ein Verwendungsnachweis ist nicht erforderlich.
Die Preisträger:innen und ihre ausgezeichneten Beiträge werden über die Kommunikationskanäle der DGESS (u. a. Website, Instagram-Kanal und Rundmails an die DGESS-Mitglieder) vorgestellt.
Bewerbung
Einzureichen sind:
- Kurzbeschreibung des Beitrags (max. 2 Seiten) inkl. Beschreibung der Inhalte, der Zielgruppe und Zielsetzung, des Formats, ggf. des Publikationsorgans und dessen Auswahl, ggf. der Reichweite oder Resonanz
- Link, Datei oder sonstiges Material zum Beitrag
- Kurzbiografie der Einreichenden (max. 1 Seite pro Person: beruflicher und/oder akademischer Hintergrund, aktuelle Tätigkeit bzw. Affiliation/Arbeitgeber, ggf. relevante Publikationen, Projekte, Medienbeiträge oder bisherige Auszeichnungen)
Bewerbungen sind ausschließlich in deutscher Sprache per E-Mail an
Bewerbungsfrist ist der 31.12.2026. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des DGESS-Kongresses 2027.

